Auch 2016-17 war eine „perfect season“ der Foxes – 11. Titel in Serie

Zu den 3 Finalspielen: Es war ein würdiger Abschluss der Saison.                                            Die Flames kämpften wie immer beherzt. Sie reizten ihre körperlichen Möglichkeiten jeweils genauso weit aus, wie es ihnen die Refs erlaubten. Dies ist ihnen nicht vorzuwerfen sondern ihnen zur Leistung zu gratulieren. Wer technische Mängel hat muss dies durch Kampfgeist auszugleichen versuchen.

Die Flying Foxes waren aber trotz manchmal etwas überheblichem Schongang und phasenweiser sogar Verweigerung der Defensiv Arbeit – vor allem immer am Spielbeginn – zu überlegen, um jemals echt gefährdet zu sein. Wenn immer es nötig schien konnten sie entscheidend zusetzen. Alle 3 gut besuchten Finalspiele waren Werbung für den Sport, die Zuseher kamen voll auf ihre Rechnung und geizten nicht mit Applaus.

Im 3. Finale wurde der nächste hoch verdiente Meistertitel gegen viele Rechts- und manch andere Widrigkeiten erkämpft: Noch nie gab es in irgendeiner Sportart nach Ablauf aller Fristen zum Spielerübertritt – Monate nach Aussendung der AWBL Ausschreibung (Kader Bestimmungen für die neue Saison) – zu Lasten eines Spitzenteams so wesentliche Veränderungen. Dies nachdem der Kader der Foxes bereits vertraglich fixiert war und eine Österreicherin an den Hauptgegner freigegeben worden war. Gegen gültiges Recht – Europäerinnen sind grundsätzlich gleichzustellen, in der AWBL ist dies aber nicht so – und gegen jedes „Fair Play“. Denn der Kader der Flying Foxes wurde daher unter falschen Voraussetzungen lange vor Beschluss dieser Änderungen im Vertrauen auf die Ausschreibung zusammengestellt. Manche Vereinsvertreter verstehen offensichtlich nicht, dass man die AWBL als eigenes Rechtssubjekt nicht benötigt, wenn sich die Vereinsvertreter im Präsidium nicht zum Spitzensport bekennen und nicht verstehen wollen, dass die Beschlüsse nach Spitzen Sport Kriterien zu fassen sind. Regelungen dürfen nicht kurzfristig geändert werden, wenn ein Verein in Europa mitspielen soll.

Es sollte ganz im Gegenteil der Beschluss gefasst werden, dass zumindest die ersten 3 der Meisterschaft in der darauf folgenden Saison im Europacup, der CEWL oder der Adriatic League mitspielen müssen oder Punkte abgezogen bekommen. Denn nur durch solche internationale Herausforderungen kann sich Österreichs Basketball Sport entwickeln!
Es gab trotzdem ein gutes Ende für die Flying Foxes. Aber für den CEWL Sieg reichte es leider nicht, obwohl dafür der Kader gebildet worden war. Denn nie konnte unter CEWL Matchbedingungen in der AWBL oder im Cup gespielt werden. Leider war schon im Februar zusätzlich klar, dass der Headcoach seine Spielerinnen nicht mehr erreichte!

Es scheint überlegenswert, die Führung der Damen an den ÖBV zurückzugeben, wenn dieser dazu bereit ist. Denn dort gibt es bei Präsident Schreiner und bei Generalsekretär Trattner mehr Verständnis für Notwendigkeiten zur Erreichung internationaler Erfolge als bei den meisten Vereinsvertretern, die leider nur an die eigene Sandkiste denken und den Abstand zur internationalen Leistung nicht kennen, weil sie gegen solche Gegner gar nicht antreten. Gegen alle diese Widrigkeiten werden die Foxes in der nächsten Saison einen weiteren Anlauf versuchen, die FIBA CEWL zu gewinnen.

Man muss aber vor allem den Spielerinnen gratulieren, zunächst den Österreicherinnen, die sich toll weiterentwickelt haben. Mehrfach waren nur 3, manchmal sogar nur 2 spielbereit, weil bereits alle berufstätig sind und daher nicht immer Zeit haben! An zweiter Stelle ist Andrea Riley zu gratulieren, die nach 2 Saisonen in denen sie wegen ihres Baby`s und anschließend wegen einer schweren Verletzung gar nicht spielen konnte, dieses Aufbaujahr dringend benötigte. Deswegen wurde sie von ihrem Manager zu SVP Post geschickt, um wieder den Anschluss zu finden um in die WNBA zurück zu kommen.

Riley wurde zu Recht sowohl zur besten Spielerin (MVP) der gesamten Saison als auch der Finalserie gewählt worden ist. Sie soll für noch eine Saison – mit neuem Coach – kommen!

Aber auch die „Inside“ Spielerinnen müssen extra gelobt werden, weil sie mit Erlaubnis der Refs doch viele Körper Attacken aushalten mussten – sehr oft wurden sie „unten“ beim Wurf ungeahndet gestoßen! Und trotzdem behielten sie ihre gute Laune und beschwerten sich nur im erlaubten Rahmen. So eine gute Stimmung wie heuer gab es im Team noch nie.        Daran hatten alle ihren Anteil. Auch dies war ein wichtiger Teil des Erfolges.
Präsidentin Mag. Helga Steger: „Dieser Titel war am Ende schwerer erkämpft als erwartet, weil wir doch unangenehme Verletzungen hatten. Es wird unseren Gegnern leider oft zu sehr erlaubt, regelwidrig zu spielen, weil wir technisch stark überlegen sind. Da fehlt oft der Respekt gegenüber manchen Damen. Das ist oft ein wesentlicher Grund für Verletzungen.
Leider fühlte sich Inga Orekhova noch nicht fit genug uns zu helfen. Mit ihr hätten wir die FIBA CEWL mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen können. Dafür wollten wir sie noch einsetzen, es ging aber leider noch nicht. Nun sind wir im Gespräch, damit sie in der Saison 2017-18 für uns aufläuft. Sie und meine Tochter Petra verstehen sich seit der Jugend sehr gut und würden sicher in einem Team gut harmonieren. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass wir eine zusätzliche Österreicherin benötigen, damit wir eine Saison – eben auch mit Verletzungen oder Krankheiten – gut bestreiten können!“

Punkte der Foxes in allen 3 Finalspielen: Riley 54, Weisner 48, Perostiyska 39, Kostov 14, Steger 13, Lichnerova 12, Pia Zderadicka 11, Anja Zderadicka 6,Klar 2, Rusinakova.

P.S.: Die Schiedsrichter haben sich in dieser Saison stark verbessert. Vor allem in der Kommunikation. Waren früher positive Leistungen die Ausnahme so ist es jetzt umgekehrt. Man könnte die nicht ganz „Unparteiischen“ an einer Hand abzählen.                                  Dazu ist dem ÖBV zu und den Spitzen Refs herzlichst zu gratulieren!

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