Flying Foxes feierten unerwartet deutlichen Auswärtssieg in Brünn

Einen großartigen Erfolg konnte SVS Post im FIBA CEWL Auswärtsspiel in Tschechien gegen Valosun Brno bejubeln. Der österreichische Meister erkämpfte sich nach knappem Halbzeit Rückstand dank einer geschlossenen Teamleistung und großartigen 31 Punkten von Sheylani Peddy einen historischen Sieg! Noch nie vorher gab es in einem FIBA Bewerb so einen hohen Auswärtssieg, noch dazu gegen den aktuell Zweiten in Tschechien!

21 : 15 / 37 : 32 // 50 : 56 / 61 : 78
Bei ihrem ersten CEWL Einsatz nach dem Weihnachtsurlaub spielten die Flying Foxes SVS Post auswärts gegen VALOSUN Brno, das zurzeit in der tschechischen Meisterschaft vor der Euroleague Konkurrenz an zweiter Stelle liegt, und lieferten einen großen Kampf.

1920547_725427897497762_610674610_nDie Füchsinnen, die aufgrund der Weihnachtspause nun länger nicht mehr gegen einen Gegner dieses Kalibers auf dem Parkett gestanden waren, starteten etwas verhalten und vorsichtig in die Partie. Es dauerte eine Zeit lang bis sich die Niederösterreicherinnen an das hohe Spieltempo und die Intensität einer internationaler Begegnungen gewöhnen konnten. Die Gastgeberinnen lieferten trotz der Niederlage eine solide Vorstellung ab und und konnten sofort in Führung gehen, die sie bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Die höchste Führung von Brno war + 11! Valosun sicherte sich nach dem ersten Viertel bereits eine 21 : 15-Führung.

Obwohl SVS auch im zweiten Spielabschnitt noch immer zu langsam und unentschlossen agierte, gelang es den Gästen, das Spiel offen zu halten und den Gegner schrittweise in der Defensive unter Kontrolle zu bringen. Deswegen konnten die Tschechinnen – gespickt mit Nationalteam Spielerinnen des Vizeweltmeisters und 2 amerikanischen Profis – nur mehr ihren Vorsprung verwalten. Bis zur Pause konnten sie sich nicht weiter absetzen, vergebene Freiwürfe von Lichnerova verhinderten in den letzten Sekunden sogar ein knapperes Pausen Ergebnis, weil Brünn im Gegenzug noch ein Korb gelang – 37 : 32!

Headcoach Sterbenz hatte in der Pause die richtigen Worte gefunden. Er war noch immer überzeugt auf Sieg zu spielen und konnte diese Haltung auf sein Team übertragen.
Der österreichische Meister kam wie verwandelt aus der Kabine. Post spielte nun befreit auf, fand immer besser den gewohnten Rhythmus und überzeugte mit einer international selten gezeigten konzentrierten und aggressiven Defensivleistung.

Nach 22 Minuten hatte man zu den Gastgeberinnen aus Brno aufgeschlossen und konnte nach 23 Minuten im dritten Viertel zum ersten Mal die Führung übernehmen. Postwendend erhöhte auch Brno das Tempo und stellte bis zur 25. Minute auf 46 : 40. Der Abstand nach 2 Spielminuten schien wieder hergestellt. Angeführt von einer überragenden Sheylani Peddy – sie erzielte im 3. Viertel allein 15 Punkte – erzielten die Füchsinnen wieder den Gleichstand mit einem 0 : 8 Run. Nun wirkte Brno erstmals angeschlagen. Das Spiel der Gastgeber, die 12 fite Spielerinnen einsetzen konnte, während für SVS nur 8 mitgereist waren, wurde langsamer und ideenlos. Nach einem Korb von Brno erfolgte der nächste 0 : 8 Run der Foxes. Das Spiel war vorentscheidend gedreht.

In die letzte Viertel Pause ging es mit einer für die einheimischen Fans aber auch für den Anhang der Füchsinnen doch überraschenden Führung von + 6 für die Gäste. Die Foxes gaben im 4. Viertel die Partie bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Sie verteidigten weiter äußerst konsequent – wobei vor allem Jana Lichnerova und Zsuzsana Horvath für die gute Organisation der Defensive verantwortlich zeichneten – und verwerteten allen voran Kapitän Petra Steger hochprozentig (6/6) aus der Halbdistanz. Nachdem das Schlussviertel mit 11 : 22 klar an die Gäste aus Österreich ging, jubelte das Team von Foxes Headcoach Laszlo Sterbenz gemeinsam mit mitgereisten Fans am Ende über einen schwer verdienten 61 : 78-Auswärtserfolg. Noch nie vorher hatten die die Flying Foxes ein derartig schweres Auswärtsspiel in Tschechien mit einheimischen Schiedsrichtern gewonnen.

Mag. Helga Steger (Präsidentin): „Wir haben natürlich gehofft, aus dieser Partie die 2 für die CEWL Tabelle wichtigen Punkte mitzunehmen. Denn schon nächste Woche am Donnerstag um 20.15 Uhr zu Hause kämpfen wir in Wien gegen das ungeschlagene Team von Arad um die Tabellenspitze. Ein derart klarer Erfolg war jedoch nicht zu erwarten. Heute muss ich aber feststellen: Wir haben einen jungen Ausnahme Guard, wie sie in einem österreichischen Team noch nie zu sehen war.

Aber gewonnen hat das ganze Team. Denn alle haben gespielt, niemand ist abgefallen. Peddy spielte so wie meine Tochter Petra 37 Minuten, Lichnerova 34, Horvath trotz ihrer Verletzung 30, Pavel 23. Aber keine unserer Österreicherinnen Franz, Faustmann und Klar weniger als 12 Minuten! Sie fielen nicht ab und leisteten beste Defense. Ohne sie alle wäre der Sieg nicht möglich gewesen! Damit ist bewiesen, wie sehr Training mit und gegen tolle Spielerinnen und schwierige Spiele die Leistungsfähigkeit steigert.

Wenn jene die gerne mitmachen wollen vom Kosterneuburger Headcoach trotzdem nicht ins Nationalteam eingeladen werden, dann ist dies unverständlich und spricht sportlich nicht für korrekte Vorgangsweise. In solchen Fragen darf es aber nicht um kleinliches Schrebergarten Denken gehen, wenn Österreichs Damen – hoffentlich bald – für die echte FIBA Europameisterschafts Qualifikation gemeldet werden sollte und nicht nur für die inferiore der kleinen Länder!“

Beste Werferinnen: Sheylani Peddy 31, Jana Lichnerova und Petra Steger je 12, Eli Pavel 11, Jessica Franz, Zsu Horvath und Judith Faustmann je 4, Sara Klar.